Wo sind wir aktiv?
Am Projekt beteiligten sich SchülerInnen je einer Hauptschulklasse aus dem Biosphärenpark Großes Walsertal in Vorarlberg und dem bayerischen Teil des Biosphärenreservates Rhön.
Was sind Biosphärenparks (gebräuchliche Bezeichnung in Österreich) bzw. Biosphärenreservate (Bezeichnung in Deutschland)? Es sind keine Schutzgebiete im klassischen Sinn, in denen Pflanzen und Tiere vor dem Zugriff des Menschen geschützt werden. Vielmehr sind es Räume, in denen sich die Menschen bewusst dafür entscheiden, in Einklang mit der Natur zu leben und zu wirtschaften. Hier soll ausprobiert werden, wie eine schonende Nutzung beispielsweise der Wälder und Wiesen den Bewohnern Einkommen bescheren und dennoch dazu beitragen kann, die natürliche Vielfalt zu erhalten. Hier sollen regionale Kreisläufe gefördert werden, etwa wenn sich ein Bürger dafür entscheidet, einen Schrank aus heimischem Holz zu kaufen, der vom Schreiner in der Nachbarschaft gefertigt wurde. Auch wenn dieser Schrank teuerer sein sollte, als der im Großmarkt, so kauft er mit dem Produkt doch die Sicherheit, die heimische Wirtschaft zu stärken und dabei die vielfältige Kulturlandschaft zu erhalten.
Trotzdem gibt es auch in Biosphärenparks Flächen, auf denen die Natur Vorrang hat: In den so genannten Kernzonen darf sich die Natur frei entfalten. Es wird kein Baum gefällt und kein Ackerbau betrieben. Hier soll der Mensch bewusst zurücktreten und Wildnis zulassen - Wildnis, in der man sich vom Alltagsstress erholen und die Seele auf eine Reise schicken kann. Die beiden Schulgruppen machen sich auf den Weg in die Kernzonen Gadental und Lösershag der beiden Schutzgebiete, um dort Wildnis zu erleben.