Naturwaldreservat Lösershag in der Rhön
Der Lösershag ist 765 Meter hoch und liegt in der bayerischen Rhön in der Nähe des Ortes Oberbach. Der Berg gehört zur Hohen Rhön und zählt zu den „Schwarzen Bergen“, einem der größten außeralpinen Naturschutzgebiete Bayerns.
Der Lösershag wurde seit einem halben Jahrhundert vom Menschen nicht mehr genutzt und hat sich inzwischen zu einem Urwald entwickelt. Dies macht das Naturwaldreservat zu einer der bedeutendsten Kernzonen im UNESCO Biosphärenreservat Rhön.
Am Lösershag, einem charakteristischen Vulkankegel, findet man das typische Rhöner Gestein in größeren Ansammlungen von groben Gesteinsblöcken, den sogenannten Basaltblockfeldern. So wächst hier im Gipfelbereich und Oberhang auf blocküberlagerten Böden der klassische Blockschuttwald, bestehend aus den Baumarten Esche, Bergulme, Sommerlinde, Bergahorn und Spitzahorn. Der Großteil dieser Bäume ist 160 bis 200 Jahre alt. Ansonsten bestimmt die Buche am „Lösershag“ das Waldbild.
Das Naturwaldreservat „Lösershag“ ist reich an Totholz und Höhlenbäumen, welche unverzichtbare Lebensgrundlagen für eine Vielzahl von großteils sehr seltenen Tier- und Pflanzenarten darstellen (u.a. Trollblume, Schwarzstorch, Rotmilan, Silberdistel). Durch das Waldgebiet führt ein Naturlehrpfad.