Erster Chat der beiden Schulgruppen

Erstes online-Treffen der Schülerinnen und Schüler der Biosphärenreservate Rhön und der Großes Walsertal vom 26. Februar 2010

 

Mit Spannung haben die Moderatoren das Zusammentreffen der beiden Schulklassen nach den ersten Kernzonenbegehungen und Arbeiten am Thema im online-Forum erwartet. Dazu waren vier Fragen an die Jugendlichen vorbereitet. Das virtuelle Treffen zeigte, dass es möglich ist, sich auf diese Weise untereinander auszutauschen und auch eine persönliche Meinung im Forum abzugeben.

 

Frage 1: Ihr habt während eurer Wanderung zum Lösershag bzw. ins Gadental unberührte Natur erlebt. Denkt ihr, dass solche Erlebnisse das Verhältnis von jungen Menschen zur Natur ändern können? Warum und wodurch?

Ein Jugendlicher glaubt, „dass solche Wanderungen junge Menschen verändern, da sie lernen mit der Natur vorsichtig umzugehen und auch, dass so ein Wald Spaß machen kann.“ Eine Jugendliche meinte, „ja, es kann sich schon etwas verändern, da die Natur und die frische Luft so gut für den Körper sind.“ Einige Jugendliche haben festgestellt, dass sich bei ihnen nichts verändert hat oder dass sie es nicht wüssten.

Auf die Zusatzfrage an die SchülerInnen aus der Rhön, ob sie denken, dass die Kernzonenwanderung anders verlaufen hätte müssen, damit sich durch solche Erlebnisse das Verhältnis von jungen Menschen zur Natur verändern würde, antworteten fast alle SchülerInnen, dass die Wanderung schon ok war.

Die erste Frage wurde durchaus gegensätzlich beantwortet. Während einige Veränderungen orteten und diese auch benennen konnten, fanden andere, dass sich nichts verändert habe oder dass sie es schlichtweg nicht beurteilen können.

 

Frage 2: Bei eurer Wanderung habt ihr Teams gebildet und gemeinsam Aufgaben in der Natur erledigt. Stärkt das den Zusammenhalt in der Klasse?

Die Jugendlichen stimmten weit überwiegend überein, dass gemeinsam gemeisterte Aufgaben den Zusammenhalt in der Klasse stärken würden, brachten aber in ihren ersten Antworten den Zusammenhang zur Natur nicht zur Sprache.

In einer Zwischenfrage an die Jugendlichen, ob es für sie einen Unterschied machen würde, ob die Teamarbeit draußen in der Natur stattfindet oder ob sie irgendwo anderswo hätte stattfinden können, fanden die meisten, dass es keinen Unterschied mache. Nur ein kleinerer Teil der Jugendlichen befürwortete, dass die Gruppenarbeit in der Natur mehr zusammenschweißen würde.

 

Frage 3: Denkt zurück an eure Wanderung. Wo und wie hat der Mensch eingegriffen und wo war die Natur sich alleine überlassen? Ist es nicht gefährlich, die Natur Natur sein zu lassen? Oder gibt es Gründe warum das sinnvoll ist?

Grundsätzlich fanden die Jungendlichen, dass es durchaus Gründe gibt, die Natur sich selbst zu überlassen. Trotz Nachfragen konnten / wollten die Jugendlichen jedoch keine konkreten Gründe nennen. Die Moderatoren hatten den Eindruck, dass die Frage nicht ganz verstanden wurde, da immer wieder die Antwort kam, dass Natur nicht gefährlich ist (was ja eigentlich gar nicht die Frage war).

 

Frage 4: Hat euch gefallen, wie sich die andere Gruppe in ihrem Film vorgestellt hat?

Die Rhöner Jugendlichen fanden, dass der Ton den beiden Filmen nicht so gut zu verstehen war und das Gegenlicht bei ihrem eigenen Film etwas gestört hat. Die meisten fanden, dass der Film der Walser Schule „besser“ und „witziger“ war. In der folgenden Diskussion unter den Rhöner Jugendlichen entstand daher der Wunsch, einen neuen Film zu drehen